Kiwi 'Red Sun'
Eigenschaften
Wo die ursprüngliche Kiwi eine leicht säuerliche Note besitzt, da begeistert Red Sun mit ihrem vollmundigen, süßen Geschmack. Kein Wunder, dass sie als die zurzeit süßeste Sorte gilt. Die nahezu unbehaarten und ca. 7 cm großen Früchte verblüffen mit einem roten Herz inmitten des goldgelben Fruchtfleisches. Red Sun ist eine ausgesprochen robuste, wuchsstarke und frostfeste (bis zu -20 °C) Kiwi. Die Pflanzen werden ca. 2 m groß.
Die Früchte enthalten viel Vitamin, wertvolle Mineralstoffe und Fruchtsäuren. Sie lassen sich vielseitig verarbeiten (Kuchenbelag, Saft, Marmelade, Kompott, Rumtopf, Wein, Bowle) und eignen sich zum Einkochen sowie zum Einfrieren. Fruchtbehangene Triebe sind als Tischdekoration beliebt.
Besonderheit
Bei Kiwis gibt es männliche und weibliche Pflanzen. Damit sie fruchten, benötigen weibliche Kiwis eine männliche Pflanze ganz in ihrer Nähe. Als Befruchter eignet sich z.B. unsere männliche Kiwi (Art. 431 050). Je nach Standort, Boden und Klima blühen und fruchten die Stöcke erstmals nach etwa 4 Jahren. Die männlichen Blüten sind nur mit Staubgefäßen gefüllt, während die Griffel und Narben der weiblichen mit nur sehr wenigen Staubgefäßen sehr gut zu erkennen sind.
Standort
Kiwis lieben einen humosen, gleichmäßig feuchten, gut durchlüfteten Boden; auf trockenen, kalkhaltigen Böden wachsen sie eher kümmerlich. Ideal ist ein windgeschützter, sonniger bis halbschattiger Standort, z.B. eine geschützte Hauswand oder eine Pergola. Die Schlingpflanze benötigt ein stabiles Klettergerüst. Männliche und weibliche Pflanzen sollten mindestens 1 m auseinander stehen.
Düngung
In einem guten Gartenboden sind Kiwis nicht auf üppige Düngergaben angewiesen. Kompostgaben im Frühjahr als Humuslieferant reichen meist aus. Wenn die Kiwipflanzen zu tragen beginnen, kann man sie mit einer ausgewogenen Düngung unterstützen, z.B. mit einer Grunddüngung im Frühjahr, gefolgt von einer reduzierten Nachdüngung zur Blütezeit (z.B. Gärtner Pötschkes Pflanzenfutter für Beerenobst, kaliumbetont, Art. 270 312).
Schnitt
Es empfiehlt sich, einen starken Mitteltrieb mit seitlich abzweigenden Hauptästen zu ziehen. Die davon abgehenden Nebentriebe sollten im zeitigen Frühjahr auf zwei Augen eingekürzt werden. Diese eingekürzten Triebe werden zu Fruchttrieben. Wenn man die Triebe möglichst waagerecht am Spalier erzieht, fruchten sie am stärksten.
Ernte und Lagerung
Im Spätherbst sind die Früchte reif. Geerntet wird nach den ersten schwachen Frösten, in der Regel Anfang bis Mitte November. Die Genussreife ist erreicht, wann die Früchte auf Druck leicht nachgeben.
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