Kaki Tipo
Eigenschaften
Wegen ihres saftigen, geleeartigen Fruchtfleisches werden die etwa apfelgroßen, leuchtend orange-roten Kaki-Früchte auch als Götterspeise bezeichnet. `Tipo´ ist selbst- und reichfruchtend, ein ausgewachsener Baum bringt ca. 20 kg Ertrag. Diese Sorte ist bekannt für ihre besonders schmackhaften und zarten Früchte. Erste Erträge sind schon im ersten oder zweiten Standjahr zu erwarten. Aufgrund ihrer besonders schmackhaften und zarten Früchte ist `Tipo´ die in Italien beliebteste und häufigste Sorte. Der Baum wird ca. 3-4 m hoch und 2 m breit und bildet eine kompakte Krone. Das Laub verfärbt sich im Herbst intensiv gelb, orange und rot. Kaki-Bäume eignen sich für Kübel, können in wintermilden Regionen aber auch ausgepflanzt werden. Die Sorte `Tipo´ verträgt kurzfristig bis -19 °C. Die Winterhärte wird,wie bei jedem Baum, von Faktoren wie Standort, Alter oder Ernährungszustand des Baumes beeinflusst. Der späte Austrieb schützt vor Spätfrösten.
Standort
Kaki-Bäume bevorzugen sonnige bis halbschattige, geschützte Plätze und einen tiefgründigen und nährstoffreichen Boden. Für Kübelpflanzen gilt: Das Pflanzgefäß sollte nicht weniger als 25 l Inhalt haben. Als Substrat eignen sich alle handelsüblichen Qualitäts-Blumenerden.
Pflege
Die Pflanze ist sehr gut trockenheitsresistent, aber sie reagiert empfindlich auf Staunässe. Lassen Sie den Wurzelballen fast austrocknen, bevor Sie dann wieder ausgiebig gießen. Im Winter benötigt die Pflanze fast kein Wasser, da sie ja das Laub abgeworfen hat.
Im Frühjahr empfiehlt sich eine Gabe Gärtner Pötschkes Pflanzenfutter für Obstgehölze (Art. 270 313), im Herbst eine Hand voll Patentkali (Art. 270 321). In Kübeln gepflanzte Kakis sollten zusätzlich bis zur Ernte regelmäßig (1x pro Monat) mit einem geeigneten Flüssigdünger versorgt werden (z.B. Gärtner Pötschkes Pflanzenfutter flüssig, Art. 270 303). Man sollte die Pflanzen nicht überdüngen, da sie sonst sehr schnell wachsen und die langen, dünnen Triebe frostanfällig sind.
Schnitt
Regelmäßige Schnittmaßnahmen sind bei Kakis nicht notwendig. Zu lange Triebe können gegen Ende der Winterruhe im März/April eingekürzt werden. Dies kann allerdings die Blüte verzögern und zu Ertragsausfällen führen.
Ernte
Erntereife Mitte Oktober bis Mitte November. Es ist wichtig, dass man nur vollausgereifte Früchte erntet. Die Schale sollte bei Fingerdruck leicht nachgeben. Bei dem Verzehr von unreifen rohen Früchten wird der Mund pelzig und taub. Unreife Früchte können aber zu Marmelader verarbeitet werden.
Winterschutz
In besonders rauen Lagen empfiehlt sich bei jungen Bäumen eine Kübelpflanzung und frostfreie Überwinterung. Die laublosen Bäume sind leicht zu überwintern, da ihr Licht- und Wärmebedarf minimal ist. Die Überwinterung kann frostfrei bei Temperaturen bis 10 °C hell oder dunkel erfolgen. Bei ausgepflanzten Exemplaren sollte man den Bodenbereich mulchen und in sehr frostigen Perioden den Baum mit Vlies, einer Strohmatte o.ä. schützen.
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