Jujube
Die Jujube gehört zu der Familie der Kreuzdorngewächse (Rhamnaceae).
Herkunft
Das Ursprungsgebiet der Pflanze liegt in Nord- und Nordost-China. Dort wächst sie an sonnigen, trockenen Plätzen in Höhenlagen bis zu 1700 m. In China wird sie, wie bei uns die Äpfel, plantagenmäßig angebaut. Mittlerweile findet man sie auch im Mittelmeergebiet bis nach Südtirol.
Eigenschaften
Die Jujube wächst zunächst strauchförmig und entwickelt sich im Alter oft zu einem kleinen Baum mit lockerer Krone. Sie wird 2-3 m hoch und fast genauso breit. Im Jugendstadium sind die Triebe eher dürr, im Alter werden sie zunehmend kräftiger und bilden Dornen. Die eiförmigen, glänzend hellgrünen Blätter werden 3-6 cm lang. Die kleinen, grünlich gelben Blüten erscheinen ab dem späten Frühjahr. Aus ihnen entwickeln sich die 2 bis 3 cm großen, braunroten Früchte. Ihr gelbes Fruchtfleisch mit dem mild-süßen Aroma erinnert an Äpfel. Erntezeit ist von August bis Oktober. Selbstfruchtbar.
Standort
Die Pflanze steht am liebsten sonnig, verträgt aber auch Halbschatten noch gut. Ein guter, lockerer Gartenboden ist ideal. Sie verträgt kurzfristig Minusgrade bis zu -20 °C. Ein Winterschutz, vor allem vor kräftiger Wintersonne, ist ratsam (z.B. Abdeckung mit Tannenreisig oder Vlies). Kübelpflanzen kann man bei ca. +5-8 °C hell oder dunkel überwintern. Sie verlieren über Winter die Blätter.
Pflege
Die Jujube ist gut hitzeverträglich, sofern sie ausreichend gegossen wird. Nach längeren Trocken-perioden verliert die Pflanze meist ihr Laub, treibt aber rasch wieder aus. Bei Kübelpflanzen sollte die Erde erst abtrocknen, bevor man wieder gießt, denn Staunässe kann zu Wurzelfäulnis führen. Gießen Sie durchdringend, damit die Erde bis unten durchtränkt wird. Regelmäßige Schnitte sind nicht notwendig. Einzelne Triebe, die zu lang werden, kann man zum Ende der Winterruhe (III-IV) einkürzen. Ausgepflanzte Exemplare versorgt man z.B. mit Gärtner Pötsckes Pflanzenfutter für Obstgehölze (Art. 270 313), Kübelpflanzen kann man in der Wachstumszeit auch wöchentlich flüssig düngen (z.B. mit Gärtner Pötschkes Pflanzenfutter flüssig, Art. 270 303). Die robuste Jujube ist wenig anfällig gegenüber Schädlingen und Krankheiten. Raupen knabbern schon einmal gerne an den Blättern, in extrem heißen Sommern sollte man auf Spinnmilben achten.
Verwendung
Die Früchte sind sehr vitaminreich und werden wie Datteln roh mit der Schale verzehrt oder getrocknet. Man kann sie auch zu Kompott oder Sirup verarbeiten oder die getrockneten Beeren als "Brusttee" aufgießen. So sollen sie Erkältungen lindern. In trocken-warmen Regionen kann man die Beeren zum Dörren einfach am Baum hängen lassen.
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