Ist Feldsalat mit Mehltau noch essbar?
Echter Mehltau bildet einen weißen, mehligen Pilzrasen auf der Blattoberseite, der sich mit dem Finger abwischen lässt. Falscher Mehltau hingegen siedelt sich auf der Blattunterseite an und dringt in das Blattgewebe ein; auf der Blattoberseite sind nur gelbe Flecken erkennbar. Der Echte Mehltau tritt typischerweise in Phasen mit schönem Spätsommer- und Herbstwetter auf, weswegen er auch manchmal als "Schönwetterpilz" bezeichnet wird. Er benötigt zur Keimung kein Wasser, wie die meisten anderen Pilze (z. B. der Falsche Mehltau).
Nach Informationen des Pflanzenschutzdienstes der Landwirtschaftskammer NRW ist Mehltau für den Menschen nicht gesundheitsgefährdend, da dieser keine Toxine produziert. Durch Einatmen der Sporen kann es allerdings bei allergisch reagierenden Personen zu Problemen kommen. Deshalb würde man davon abraten, Feldsalatblätter mit Echtem oder Falschem Mehltau zu verzehren.
Vorbeugung und Bekämfpung des Echten Mehltaus an Feldsalat:
- Vor der Pflanzung Lava-Gesteinsmehl (Art. 290 322) auf den Boden streuen.
- Stickstoffbetonte Düngung vermeiden, da diese zu einem weichen Gewebe führt und die Anfälligkeit der Pflanze für Pilzkrankheiten erhöht. Gärtner Pötschkes Naturdünger (Art. 270 345) versorgt den Salat mit allen wichtigen Nährstoffen.
- Spritzungen mit Ackerschachtelhalm (Art. 270 005) oder Naturen Pilzspritzmittel (Art. 270 002) steigern die Widerstandskraft des Pflanzengewebes.
- * Hohe Luftfeuchtigkeit und längere Blattfeuchte vermeiden; mäßig gießen, am besten vormittags.
- Im Gewächshaus gut lüften.
- Unkräuter müssen beseitigt werden, da viele von Echtem Mehltau befallen werden und die Krankheit verbreiten
- Stark befallene Salatpflanzen sind zu entfernen und vernichten, um eine Ausbreitung von Mehltau zu verhindern.
Vorbeugung und Bekämpfung des Falschen Mehltaus an Feldsalat:
- Falscher Mehltau infiziert verstärkt in feuchten, warmen Jahren. Besonders gefährdet ist Gewächshaussalat.
- Fruchtfolge von drei Jahren einhalten
- Pflanzabstand mindestens 25 x 25 cm, dazu windoffene Lagen wählen.
- Boden lockern und mulchen.
- Stickstoffbetonte Düngung vermeiden.
- Mischkultur mit Erdbeeren, Kerbel, Knoblauch, Kohlrabi, Radies, Zwiebeln
- Resistente Sorten wählen, z.B. Medaillon (Art. 010 565), Vit (Art. 010 564), Elan (Art. 010 569).
- Mehrfach mit Schachtelhalmbrühe (Art. 270 005) spritzen.
- Seltener, dafür durchdringend gießen, am besten morgens; Blätter nicht benetzen.
- Im Gewächshaus so oft wie möglich lüften.
- Kranke Pflanzen vernichten.
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