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Indigostrauch

Der Indigostrauch gehört zu der Familie der Schmetterlingsblütler (Fabaceae). Er stammt ursprünglich aus dem Himalaja, von Afghanistan bis West-China an sonnigen, trockenen Hängen.

Eigenschaften

Sommergrüner, reich verzweigter Halbstrauch, der an geschützten Standorten 1,5-2 m hoch und bis 1,2 m breit werden kann. Durch seine 10 cm langen, unpaarig gefiederten, farnartigen Blätter wirkt er sehr grazil. Die purpurrosa Blüten erscheinen von Juni bis Oktober in dichten, 7-15 cm langen, aufrechten Trauben.
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Standort

Der Indigostrauch sollte an eine warme, vollsonnige Stelle mit mäßig trockenen bis frischen, gut durchlässigen, am besten sandig-lehmigen Böden gepflanzt werden. Die Wurzeln sind tiefgehend und wenig verzweigt. Der Indigostrauch passt gut vor Gruppen niedriger Ziergehölze oder vor Mauern.

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Pflege, Winterschutz

Der Halbstrauch wird der Winterhärtezone 7 mit Temperaturen bis -15 °C eingeordnet. Je  nach Standort friert er bis auf den Boden zurück. Das ist nicht schlimm, denn er blüht sowieso nur, wenn er im Spätwinter oder zeitigen Frühjahr bis auf wenige Augen (ca. 10 cm) zurückgeschnitten wird. Bei jungen Pflanzen ist es ratsam, den Wurzelbereich im Winter abzudecken. Im Frühjahr versorgt Gärtner Pötschkes Pflanzenfutter für den Ziergarten (Art. 270 306) den Strauch mit allen nötigen Nährstoffen.

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Geschichtliches

Der berühmte Farbstoff "Indigoblau" wurde bereits im Altertum aus der in Indien beheimateten Art Indigofera tinctoria gewonnen. Um Indigo wurden einst erbitterte Wirtschaftskämpfe geführt. Der Indigostrauch, dessen Farbstoffe sich zwischen Türkisblau bis Purpurrot bewegen, wird sogar im Talmud erwähnt. Im 18. und 19. Jahrhundert war der Handel mit Indigo das Monopol Hollands und Portugals - beide Staaten ließen in ihren Kolonien die wertvolle Nutzpflanze in großen Mengen anbauen. Als aber 1890 die aus Teer hergestellten, synthetischen Indigofarben als "Anilin" fabrikmäßig hergestellt wurden, endete die große Zeit dieser Pflanze. Den Ausgangstoff zur Gewinnung der blauen Farbe - das Glykosid Indikan - enthalten übrigens nicht alle Arten, auch nicht der Indigostrauch unserer Gärten.
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