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Hortensien

Hortensien gehören zu der Familie der Hortensiengewächse (Hydrangeaceae) und stammen ursprünglich aus Japan, Korea und China.

Standort

Leichter Schatten bis halbschattig, vollsonnig nur bei ausreichender Wässerung. Hortensien bevorzugen einen humosen, mäßig feuchten (aber nicht staunassen), schwach sauren Boden. Ein pH-Wert von 5-6 ist vorteilhaft. Deshalb sollte man bei der Pflanzung Torf oder Rhododendronerde zugeben. Um Frostschäden vorzubeugen, wählt man einen geschützten Platz aus.

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Pflege

Damit der Boden sauer bleibt, gießt man am besten mit kalkfreiem Wasser (z.B. Regenwasser) und verwendet einen sauer wirkenden Dünger für Moorbeetpflanzen, z.B. Gärtner Pötschkes Pflanzenfutter für Rhododendren (Art. 270 340). Zudem ist eine Mulchschicht empfehlenswert.

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Blaufärbung

Bei einigen Sorten können sich die Blüten von rosa in blau verfärben. Dies funktioniert allerdings nur bei einem niedrigen pH-Wert des Bodens.  Durch die Zugabe von Hortensia Blau (Art. 270 190) kann man die Blaufärbung unterstützen. Auch die Auberginen-Hortensie Hobergine (Art. 360 865) braucht einen sauren Boden, damit sich die Blütenblätter tief violett färben.

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Schnitt

Garten-Hortensien (Hydrangea macrophylla) blühen am vorjährigen Holz. Deshalb schneidet man nur die alten Blütenstände bis zur darunter liegenden, gesunden Knospe ab. In warmen Gegenden ist dies direkt nach der Blüte möglich, in kälteren Regionen wartet man besser bis zum Frühling. Zur Verjüngung der Pflanze kann man 1-2 der ältesten Triebe bis zum Boden kürzen. Sollten die im Herbst ausgebildeten Knospen zurückfrieren, schneidet man die Triebe bis zum nächsten Auge zurück.
Rispen-Hortensien (H. paniculata) bilden ihre Blüten am Zuwachs des laufenden Jahres und werden im Frühjahr geschnitten. Um die Größe zu regulieren und die Ausbildung großer Blütenstände zu fördern, schneidet man die letztjährigen Triebe bis auf zwei Augen (etwa 10 cm) zurück. Den Neuzuwachs dünnt man anschließend aus, indem man schwächere Triebe in einer Höhe von ca. 25 cm entfernt.
Samt- (H. aspera var. macrophylla) und Kletter-Hortensien (H. anomala subsp. petioloaris) schneidet man so wenig wie möglich zurück, damit man die vorgebildeten Blütenknospen nicht entfernt. Wenn die Pflanzen zu groß werden, kann man sie in der winterlichen Ruhezeit nach Bedarf  zurückschneiden. Dann verzichtet man allerdings auf einen Teil der Blüte.


Wald-Hortensien (H. arborescens) wie die  Ball-Hortensie `Annabelle´ (Art. 360 859) oder die Sternen-Hortensie Hayes Stardust (Art. 360 838) bilden ihre Blüten während des Sommers an den wachsenden Trieben. Man schneidet sie nur bei Bedarf zurück, wenn die alten Triebe im Laufe der Jahre die immer zahlreicher werdenden Blütenbälle nicht mehr tragen können. Dabei verträgt sie auch einen kräftigen Rückschnitt auf ca. 50 cm.

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Überwinterung

Hortensien sind winterhart. Trotzdem empfiehlt es sich, die Pflanzen im ersten Jahr im Bodenbereich mit Reisig zu schützen und die Triebe bei Bedarf mit Vlies abzudecken.
Gehölze sind als Kübelpflanzen durch gefrorenen Boden stärker belastet als ausgepflanzte Exemplare. Da bei ihnen der Frost von allen Seiten angreifen kann, gefriert der Ballen wesentlich schneller. Außerdem reagieren die Wurzeln meist empfindlicher auf Minusgrade als die oberirdischen Sprosse. Um Frostschäden vorzubeugen, sollten winterharte Kübelpflanzen auf jeden Fall geschützt werden.

Während der Frostperiode empfehlen sich folgende Maßnahmen:

  • Den Kübel in mehrere Lagen Noppenfolie oder Kokosfasermatte einwickeln.
  • Oder ihn in einen größeren Behälter stellen und den Zwischenraum mit Laub, Stroh, Rindenmulch o.a. füllen.
  • Zusätzlich sollte die Bodenoberfläche etwa 10 cm mit Laub bedeckt sein oder mit Tannenzweigen o.ä. geschützt werden.
  • An frostfreien Tagen sollte gegossen werden.
  • Das Abzugsloch muss immer frei gehalten werden, damit keine Staunässe entsteht.
  • Die Pflanzen sollten möglichst windgeschützt stehen.
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