Hibrobeere "Dorman Red"
Eigenschaften
`Dorman Red´ ist ein Kreuzungsprodukt der Wildhimbeere `Rubus parviflorus´ mit der alten Kultursorte `Dorsett´. Die Früchte sind glänzend hellrot, groß und sehr saftig. Ihr feines Aroma erinnert an Maulbeeren.
Die Reifezeit erstreckt sich von Mitte Juli bis in den August. Die Früchte einer Dolde reifen zum selben Zeitpunkt. Während die Früchte den Himbeeren sehr ähneln, ist der Wuchs brombeerähnlich. Die Pflanze wächst stark mit langen Ruten. Deshalb benötigt sie ein Rankgerüst. Das Laub leuchtet im Herbst dekorativ gelborange. Die leicht bedornten Ruten tragen am vorjährigen Holz.
Standort
Hibrobeeren bevorzugen einen lockeren, humosen, ausreichend feuchten Boden. Der pH-Wert darf zwischen 4,5 bis 6 liegen. Ein schwerer, feuchter Boden kann zu Frostschäden führen. Staunässe sollte nicht auftreten. Die aromatischsten Früchte bilden sich in warmen, sonnigen, windgeschützten Lagen. Der Erdballen sollte bei der Pflanzung 3 bis 5 cm hoch mit Erde bedeckt werden. Eine Mulchschicht aus Kompost ist empfehlenswert.
Pflanzung
Brombeeren benötigen ein Rankgerüst bzw. Spanndrähte. Es empfiehlt sich, drei Spanndrähte bis zu einer Höhe von etwa 1,60 m zu ziehen. Da Brombeeren sehr wüchsig sind, sollte der Pflanzabstand in der Reihe 2 m betragen.
Ertrag
Brombeeren blühen und fruchten an zweijährigen Trieben. Dabei produzieren die Jungranken Seitentriebe im Sommer, die im folgenden Jahr zu Tragruten werden.
Pflanzschnitt
Es wird ein starker Trieb gelassen, der auf 40-50 cm Höhe zurückgeschnitten wird.
Sommerschnitt
Seitentriebe, die während des Sommers an den jungen Ruten entstanden sind, werden im August (wenn sie etwa 1 m Länge erreicht haben und am Grund etwas verholzen) auf 2 bis 4 Knospen zurückgeschnitten. An diesen Stummeln entwickeln sich im kommenden Jahr die Fruchttriebe. Gleichzeitig können die Haupttriebe auf die gewünschte Länge eingekürzt und überflüssige Bodentriebe entfernt werden.
Schnittmaßnahmen in den Folgejahren
Im März werden die Neutriebe ausgelichtet, 4-5 der kräftigsten Neutriebe belässt man. Im August kürzt man die Seitentriebe wie beschrieben ein. Abgetragene Ruten werden im Spätherbst vor dem Blattfall oder Anfang März dicht über dem Boden weggeschnitten.
Düngung
Lava-Gesteinsmehl (Art. 270 322) erhöht die Bodenfruchtbarkeit. Gärtner Pötschkes Pflanzenfutter für Beerenobst (Art. 270 312) versorgt die Beerensträucher mit allen wichtigen Nährstoffen.
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