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Hainbuchen-Hecke

Ungeschnitten kann die Hainbuche (Art. 360 311) zu einem bis 20 m hohen Baum auswachsen. Als Hecke muss sie erzogen werden. Dieses erreicht man am besten durch kräftige Rückschnitte, um die Verzweigung zu fördern. Nach dem Pflanzen sollte man die längeren unverzweigten Spitzen um etwa die Hälfte einkürzen, damit auch diese sich verzweigen. Bei jungen Heckenpflanzen ist in den ersten zwei bis drei Jahren ein laufender Erziehungsschnitt unverzichtbar. Damit die Hecke schön dicht wird, sollte die nach außen und oben wachsenden Triebe durch einen Schnitt eingekürzt werden. 
Wie alle laubabwerfenden Heckengehölze wird auch die Hainbuche entweder im Spätherbst oder vor dem Laubaustrieb im Frühjahr geschnitten. Die Hecke sollte konisch geschnitten werden, also an der Basis breiter sein als oben, damit sie von unten her nicht verkahlt. 
Ältere Hecken bieten Singvögeln beliebte Nistmöglichkeiten. Deshalb sollte man sie nicht vor dem Ausschlüpfen der Jungen, Ende Juli bis Anfang August, schneiden. Aus Natur- und Umweltschutzgründen dürfen bestimmte Hecken nur zu festgelegten Zeiten geschnitten werden. Das Ordnungsamt der Stadt oder Gemeinde erteilt genaue Auskunft.
Ältere Hainbuchenhecken, die zu groß und innen kahl geworden sind, kann man durch einen kräftigen Rückschnitt im Herbst (am besten im Oktober) verjüngen. Die Äste der Hecke werden auf der Oberseite und an den Seiten mit einer Astschere stark zurückgeschnitten. Dann lichtet man die Pflanzen mit einer Säge aus, bis nur noch der Mitteltrieb mit einigen wenigen Seitentrieben übrig bleibt. Im nächsten Frühjahr sieht die Hecke zwar noch etwas mitgenommen aus, aber schon im Jahr drauf ist sie wieder dicht grün belaubt. Sollten Lücken entstanden sein, füllt man diese mit jungen Ersatzpflanzen aus. Die gleiche Vorgehensweise gilt übrigens auch für Rotbuchenhecken.
Der Austrieb wird durch eine moderate Düngung, z.B. mit Gärtner Pötschkes Pflanzenfutter für den Ziergarten (Art. 270306), gefördert. Diese empfiehlt sich besonders in den ersten Jahren, wenn viel geschnitten wird. Generell gedeihen Hainbuchen am besten auf einem guten, kalk- und humushaltigen Boden, der nicht zur Vernässung neigt.

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