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Gurken - Schlangengurken

Mit der Veredlung von Gurken auf den robusten Feigenblattkürbis (Cucurbita ficifolia) beugt man der berüchtigten Gurkenwelke vor. Diese Pilzkrankheit ist mit chemischen Mitteln nicht zu bekämpfen, kann aber Kürbispflanzen nicht gefährlich werden kann.

Standort

Schlangengurken mögen es hell und warm. Ein Gewächshaus oder Folientunnel mit einer Luftfeuchtigkeit um 80 % bietet ihnen die ganze Saison über ideale Bedingungen. Ab Mitte Mai, wenn keine Frostgefahr mehr besteht, dürfen Gurken auch ins Freie. Dort sollte der Platz sonnig und windgeschützt sein. Auf einem lockeren, nährstoffreichen Boden bzw. in guter Blumenerde gedeihen die Pflanzen am besten. Als Pflanzabstand empfiehlt sich ca. 40-50 cm. Pflanzt man mehrere Reihen, sollte der Reihenabstand ca. 100 cm betragen. Gurken gedeihen auch in ausreichend großen Kübeln. Wichtig: Bevor man die jungen Pflanzen auspflanzt, sollten sie allmählich abgehärtet werden.
Gurken vertragen keine Kälte, weder Nachttemperaturen unter 16°C noch einen kalten Boden. Starke Temperaturschwankungen nehmen sie ebenfalls übel, genauso wie Nährstoffmangel oder Überdüngung. Unter diesen Bedingungen können junge Früchte sogar abgestoßen werden.

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Pflege

  • Luftwurzeln der Gurkensorte sollten nicht in den Boden gelangen, denn sie könnten den Welkepilzerreger aufnehmen. Etwaige runde Kürbisblätter werden entfernt, damit sich die Unterlage nicht weiter entwickelt. Nur die Unterlage anhäufeln.
  • Die Triebe sollten rechtzeitig an Schnüren oder Drähten aufgeleitet werden. Der Haupttrieb wird nach der Ausbildung von etwa 6 Früchten bzw. bei einer Höhe von etwa 2 m entspitzt, Seitentriebe jeweils nach dem 1. Fruchtansatz eingekürzt.  
  • Gurken sind Starkzehrer. Voraussetzung für einen guten Fruchtansatz ist eine ausgewogene Ernährung und gute Wasserversorgung. Gärtner Pötschkes Pflanzenfutter komplett (Art. 270 304) ist ein chloridarmer Dünger, der sie mit allen wichtigen Nährstoffen versorgt. Gurken vertragen kein kaltes Gießwasser.
  • Gewächshäuser regelmäßig Lüften. Dies dient der Klimaregulierung und ausreichenden Bestäubung durch Insekten.
  • Das Ergebnis moderner Züchtungsarbeit sind überwiegend bzw. rein weiblich blühende Sorten, die ihre Früchte ohne Bestäubung ansetzen und einen dementsprechend hohen Ertrag liefern. Sollten trotzdem einmal männliche Blüten entstehen, entfernt man diese am besten sofort. Die männlichen Blüten stehen zu mehreren in den Blattachseln, wobei immer nur eine in Blüte ist. Die weiblichen Blüten dagegen stehen einzeln. Sie weisen einen (fühlbaren) Fruchtknoten auf. Bei kaltem Wetter, wenn wenig oder keine Insekten fliegen, kann man nachhelfen und die Blüten mit einem Pinsel bestäuben. Erntereife Gurken sollten rechtzeitig geerntet werden, da dies die Fruchtbildung anregt.
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