Giersch
Giersch (Aegopodium podagraria) verbreitet sich durch unterirdische Rhizome und auch durch Samen sehr stark. Wird er nicht regelmäßig entfernt, kann er die Entwicklung benachbarter Pflanzen stark einschränken.
Vorbeugung und Bekämpfung:
- Die sicherste Methode, Giersch zu entfernen, ist regelmäßiges jäten. Wichtig ist, dass man damit bereits im zeitigen Frühjahr beginnt und sobald sich das Kraut oberirdisch zeigt, erneut jätet. Dadurch wird das Unkraut stark geschwächt und der Wurzelstock ausgehungert.
- Da der Samen über viele Jahre im Boden keimfähig bleibt, muss man auf jeden Fall die Samenbildung der Pflanzen verhindern und die Pflanze vor der Samenbildung entfernen. Samentragende Pflanzen gehören nur auf den Kompost, wenn man eine Heißkompostierung durchführen kann. Ansonsten verbreitet man mit dem Kompost den Gierschsamen im gesamten Garten.
- Da Giersch, wie alle Pflanzen, Licht zum wachsen benötigt, sollte man ihm so wenig Licht wie möglich zukommen lassen. Im Ziergarten hilft oft eine dichte Bepflanzung mit Bodendeckern. Im Gemüsegarten sollte man eine Mischkultur anlegen, damit der Boden möglichst immer bedeckt ist. Freiwerdende Beete sät man am besten sofort mit einer Gründüngung ein, um auch hier den Boden schnellstmöglich wieder zu bedecken.
- In extremen Fällen kann man das gesamte Beet mit schwarzer Mulchfolie abdecken und für die Pflanzung des Gemüses Schlitze hinein schneiden. Durch den Lichtmangel kann der Giersch nicht wachsen, allerdings können immer noch Samen im Boden liegen, die keimen, sobald mehr Licht für bessere Wachstumsbedingungen sorgt.
- Roundup Speed (Art. 260 825) und Finalsan GierschFrei (Art. 260 807) zeigen eine gute Wirkung gegen Giersch.
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