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Fuchsie winterhart

Eigenschaften

Winterharte Fuchsien stehen den Wildformen noch sehr nahe. Ihre Blüten sind meist einfach, zum Teil aber auch gefüllt. Die Pflanzen verhalten sich ähnlich wie Stauden, d.h. in der Regel frieren die oberirdischen Teile zurück. Im Frühjahr, etwa von April bis Mai, treiben die Pflanzen mit kräftigen Ruten aus dem Wurzelstock wieder aus. Sie blühen dann in der für Fuchsien normalen Zeit, also von Juni bis zum Frost.

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Pflanzung

Um die frostempfindlichen Knospen zu schützen, sollte man die Fuchsien etwas tiefer pflanzen als sie vorher standen.

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Standort

Freiland-Fuchsien bevorzugen einen halbschattigen Standort, gedeihen aber auch im Vollschatten. Bei der Wahl des Standortes ist die Gesellschaft mit Stauden oder Kleingehölzen zu empfehlen. Starker Wurzeldruck von Bäumen und Gehölzen sollte allerdings vermieden werden, da sie den Fuchsien Nährstoffe und Feuchtigkeit entziehen. Winterharte Fuchsien gedeihen in einem normalen, lockeren, humosen Gartenboden ohne Staunässe sehr gut. Der Boden sollte aber im Winter nicht zu trocken sein, da dies zu Ausfällen führen kann. Der pH-Wert sollte im neutralen bis leicht sauren Bereich (pH 5,5 - 6,5) liegen. Die Fuchsien wurzeln zum Teil flach an der Erdoberfläche. Dieses Wurzelsystem muss vor Sonnenbrand geschützt werden. Eine leichte Abdeckung mit Rindenmulch kann da nützlich sein, ebenso eine Unterpflanzung mit immergrünen Bodendeckern.

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Pflege

Fuchsien im Freiland sollten nur mäßig gedüngt werden. Eine kräftige Düngung (besonders mit Stickstoff) lässt die Pflanzen sehr stark wachsen, verhindert die Blütenbildung und vermindert die Winterhärte. Vor dem Einpflanzen und im Frühjahr der Folgejahre kann eine Grunddüngung erfolgen, z.B. mit einem ausgeglichenen Volldünger (wie Gärtner Pötschkes Pflanzenfutter für Balkonblumen mit Langzeitwirkung, Art. 270 305). Die erste Nachdüngung sollte bei Beginn der Blüte erfolgen. Dies ist zu erkennen, wenn aus dem Bereich der Blattachseln der Triebspitzen nur Knospen und keine Seitentriebe austreten. Zur Anwendung kommt ein ausgeglichener, wasserlöslicher Volldünger mit Spurenelementen (z.B. GP's Blütenwunder Nährstoffkonzentrat, Art. 270 360).
Bei Trockenheit sollten auch Fuchsien im Beet zusätzlich gegossen werden. Gießen sollte man möglichst morgens, damit die Pflanzen über den Tag noch gut abtrocknen können. Pflanzen, die morgens noch ausreichend feucht sind, brauchen keine zusätzlichen Wassergaben.

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Winterschutz

Nach den ersten Frösten im Herbst können die Triebe um 1/3 zurückgeschnitten werden. Man kann damit auch bis zum Frühjahr warten. Die Pflanzen werden leicht angehäufelt oder mit Rindenhumus, Laub oder Tannenzweigen bedeckt. Im zeitigen Frühjahr wird die Abdeckung entfernt und erfrorenes Holz zurückgeschnitten. Eine Alternative zu der oben genannten Abdeckung ist das Unterpflanzen mit immergrünen Bodendeckern (wie unter Standortbedingungen erwähnt). Diese Unterpflanzung dient als Schattenspender und als Winterschutz für den Wurzelbereich. Man kann auch Zwiebeln von Frühjahrsblühern mit in die Pflanzung setzen.

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Kübelpflanzung

Kübelpflanzen sind durch gefrorenen Boden stärker belastet als ausgepflanzte Exemplare. Da bei Kübelpflanzen der Frost von allen Seiten angreifen kann, gefriert der Ballen wesentlich schneller. Außerdem reagieren die Wurzeln meist empfindlicher auf Minusgrade als die oberirdischen Sprosse. Um Frostschäden vorzubeugen, sollten winterharte Kübelpflanzen auf jeden Fall geschützt werden. Zum Beispiel kann man schon vor der Bepflanzung den Kübel von innen mit 1-2 cm dicken Styroporplatten isolieren.
Während der Frostperiode empfehlen sich folgende Maßnahmen:
Den Kübel in mehrere Lagen Noppenfolie oder Kokosfasermatte einwickeln. Oder ihn in einen größeren Behälter stellen und den Zwischenraum mit Laub, Stroh, Rindenmulch o.a. füllen. Den Kübel eventuell im Boden einsenken (dies empfiehlt sich z.B. bei Bambus). Zusätzlich sollte die Bodenoberfläche etwa 10 cm mit Laub bedeckt sein oder mit Tannenzweigen o.ä. geschützt werden.
An frostfreien Tagen sollte gegossen werden. Das Abzugsloch muss immer frei gehalten werden, damit keine Staunässe entsteht. Die Pflanzen sollten möglichst windgeschützt stehen.

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