Flieder Goldregen
Während der Flieder zu den Ölbaumgewächsen (Oleaceae) gehört, ist der Goldregen ein Hülsenfrüchtler (Fabaceae). Beide Gehölze sind in Europa heimisch.
Eigenschaften
Der beliebte Flieder `Andenken an Ludwig Späth´ imponiert im Mai-Juni mit kräftigen Blüten an bis zu 30 cm großen, aufrechten Rispen und verwöhnt mit seinem lieblichen Duft. Dagegen hängen die 40-50 cm langen Blütentrauben des Goldregens `Vossii´ wie Tropfen von den Zweigen. Die imposanten Sträucher werden 4-6 m hoch und bis zu 4 m breit.
Standort
Flieder und Goldregen können sonnig bis halbschattig stehen, blühen und duften allerdings in der Sonne am schönsten. Damit sich die Pflanzen gut entwickeln können, sollte der Boden tiefgründig und gut durchlässig sein. Weder ganz leichte Sandböden noch nasse, schwere Böden sagen ihnen zu. Ein sandig-lehmiger Untergrund ist ideal.
Pflege
Die Sträucher sollten im Frühjahr und zur Zeit der Blütenknospenbildung gut mit Nährstoffen versorgt werden, z.B. mit Gärtner Pötschkes Pflanzenfutter für den Ziergarten (Art. 270 306). Um die Blütenbildung zu fördern, empfiehlt es sich, die verblühten Fliederrispen vor der Samenbildung zu entfernen (so wie man es auch bei Rhododendron macht).
Schnitt
Die Fliederblüten bilden sich an der Spitze der letztjährigen Triebe. Daher schneidet man Flieder am besten während der Blütezeit, um Sträuße zusammenzustellen. Verwelkte Blütenstände sollten ebenfalls entfernt werden. Dabei schneidet man bis zu den ersten Blättern zurück, die unter den Blütenständen liegen. Wenn nötig, kann man im Herbst/Winter auch einen Verjüngungsschnitt vornehmen, indem man jährlich alte und schwache Stämme herausnimmt.
Goldregen bildet seine Blüten am zwei- bis mehrjährigen Holz und baut sich auch ohne Schnitt schön auf. Regelmäßige Schnittmaßnahmen sind daher nicht nötig. Einen starken Rückschnitt verträgt er nicht.
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