Flieder
Der Flieder gehört zu der Familie der Ölbaumgewächse (Oleaceae).
Standort
Damit er reich blüht und intensiv duftet, benötigt Flieder einen sonnigen, geschützten Standort. Edelflieder bildet eine tiefe Hauptwurzel und ein reich verzweigten Netz an Seitenwurzeln. Er verlangt einen tiefgründigen, etwas lehmigen, dennoch gut durchlässigen Boden, der schwach sauer bis alkalisch sein kann. Weder ganz leichte Sandböden noch nasse, schwere Böden sagen ihm zu.
Pflege
Flieder hat einen hohen Nährstoffbedarf. Die Sträucher werden daher im Frühjahr und zur Zeit der Blütenknospenbildung mit Nährstoffen versorgt, z.B. mit Gärtner Pötschkes Pflanzenfutter für den Ziergarten (Art. 270 306). Um die Blütenbildung zu fördern, sollten die verblühten Rispen vor der Samenbildung entfernt werden, so wie es auch bei Rhododendron vorgenommen wird.
Schnitt
Die Blütenstände bilden sich an der Spitze der letztjährigen Triebe. Daher schneidet man Flieder am besten während der Blütezeit. Das kann man gleich dazu nutzen, um Sträuße für die Vase zusammenzustellen. Verwelkte Blütenstände sollten ebenfalls entfernt werden. Dabei schneidet man bis zu den ersten Blättern zurück, die unter den Blütenständen liegen. Wenn nötig, kann man im Herbst/Winter auch einen Verjüngungsschnitt vornehmen, indem man jährlich alte und schwache Stämme herausnimmt.
Alte, vergreiste Sträucher kann man mit einem kräftigen Rückschnitt der Hauptäste auf ca. 50 bis 60 cm Länge verjüngen. Wer seinen Flieder einstämmig als Bäumchen erziehen möchte, schneidet möglichst schon bei jungen Pflanzen alle Nebenäste und störende Seitentriebe ab.
Tipp
Mit jungen Edelfliedersträuchern muss man manchmal etwas Geduld haben, da sie bis zu drei Jahre benötigen, um sich an ihrem Standort einzugewöhnen. Fühlen sie sich an ihrem Platz wohl, kann man die volle Blütenpracht genießen.
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