Flechten, Algen, Moose - wie schädlich ist der grünliche Belag an den Ästen?
Ein Bewuchs mit Algen, Flechten oder Moosen auf Bäumen ist in der Regel harmlos und behindert selbst in starkem Ausmaß die Pflanze nicht. Er kann allerdings auf ungünstige Bedingungen hinweisen, unter denen der Baum leidet (z.B. zu hohe Bodenfeuchtigkeit, viel Niederschläge, schattiger Standort, Krankheit). Ein Baum in einem schlechten Allgemeinzustand steckt weniger Energie in die Produktion von Abwehrstoffen, auch die Borke wird anfälliger. Das begünstigt die Besiedlung mit Luftalgen, Flechten, später evtl. auch Moosen, oder auch Parasiten wie Pilze und Insekten. Allerdings gibt es auch eine Reihe von Flechtenarten, die sich auf gesunden Bäumen wohl fühlen.
Unter einer dichten Flechtendecke können Schädlinge und Eier jedoch geschützt überwintern oder sich Pilze ansiedeln, da das Holz unter den Flechten schlechter abtrocknet. Um dies zu verhindern, kann man den Flechtenbelag mit einer Bürste oder einem Baumkratzer entfernen. Ein anschließender Weißanstrich (Art. 261 095) schützt nicht nur vor Frostrissen, sondern beugt bei regelmäßiger Anwendung auch einem erneuten Befall mit Moosen, Algen und Flechten vor. Da diese Organismen nicht zu den Pflanzenschädlingen zählen, gibt es auch kein zugelassenes Bekämpfungsmittel dagegen.
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