Duo-Pflaume Hauszwetsche-Mirabelle
Eigenschaften
Während im unteren Bereich die würzigen Früchte der Hauszwetsche heranwachsen, reifen an den oberen Zweigen zugleich die süßlichen Früchte der Mirabelle Nancy. Zwei traditionsreiche Sorten, die auf eine jahrhundertelange Bewährungszeit zurückblicken können und heutzutage - hinsichtlich Ihrer Ertragssicherheit und der vielfältigen Verwendbarkeit - zu den wertvollsten ihrer Art zählen. Mirabelle und Zwetsche sind selbstfruchtbar.
Standort
Der beste Platz für die Duo-Pflaume ist sonnig und warm. Durch die verhältnismäßig späte Blüte sind Mirabellen und Pflaumen nicht so empfindlich gegen Spätfröste wie beispielsweise Aprikosen und Pfirsiche.
Der ideale Boden ist humos, nicht zu schwer, ausreichend feucht (aber nicht staunass) und kalkhaltig (pH 6,5-7 ist optimal). Eine Mulchdecke ist empfehlenswert, damit die Feuchtigkeit im Boden gehalten wird.
Bei Buschobst handelt es sich um Obstbäume mit einer relativ kurzen Stammhöhe von 60-80 cm, veredelt auf einer schwach mit mittelstark wachsenden Unterlage, in diesem Fall auf St. Julien A. Der Baum bildet eine kompakte Krone. Die Endhöhe beträgt ca. 4 m, als Pflanzabstand sollte man 5 m einplanen.
Pflege
Gärtner Pötschkes Pflanzenfutter für Obstgehölze (Art. 270 313) sorgt für eine ausgewogene Ernährung.
Damit der Duo-Baum reichlich Früchte trägt, muss man ihn regelmäßig schneiden. Bei Pflaumen, Zwetschgen und Mirabellen ist es sinnvoll auszulichten, also ganze Äste - auch in der Krone - herauszunehmen. Zunächst schneidet man alle Wassertriebe und Triebe, die senkrecht - meist in Stammnähe, also im Kroneninneren - in die Höhe wachsen, weg. Weiterhin sollte man alle Äste entfernen, die zu dicht und sogar ineinander wachsen. Auch wenn der Hauptstamm zu hoch wächst, muss man ihn kürzen. Alle anderen Äste sollten dem entsprechend gekürzt werden.
Es ist wichtig, regelmäßig zu schneiden; mindestens alle zwei bis drei Jahre. Der Baum bildet dadurch zwar weniger, aber größere Früchte. Sie reifen besser aus, weil mehr Sonne in die Krone. Der beste Schnittzeitpunkt ist direkt nach der Ernte. Auf keinen Fall bei Frost schneiden.
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