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Clematis, Waldrebe

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Standort

Clematis lieben die Sonne, jedoch muss der Wurzelbereich beschattet sein. Dies erreicht man durch die Vorpflanzung von flachen Stauden und/oder Zwerggehölzen. Kübelpflanzen kann man mit flachen Stauden oder Sommerblumen unterpflanzen. Alternativ kann man den Boden auch mit einer Kiesschicht oder Tonscherben abdecken.

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Boden

Der Boden sollte locker, gut wasserdurchlässig und nährstoffreich sein. Er darf eher etwas kalkhaltig als zu sauer sein. Ein humoser, sandig-lehmiger Boden ist besonders günstig, wogegen schwere Lehm- oder Tonböden, die zur Staunässe neigen, weniger geeignet sind. Für Topf- und Kübelpflanzen empfiehlt sich handelsübliche, gute Blumen- oder Kübelpflanzenerde.

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Pflanzung

Beim Auspflanzen werden Clematis etwa eine Hand breit tiefer gepflanzt als sie im Topf stehen. Ein bis zwei Knospenpaare (ca. 7-10 cm) sollten mit in die Erde kommen. Einerseits ist der Wurzelballen so etwas frostgeschützter, andererseits können diese Augen, falls die Pflanze erkrankt oder beschädigt wird, später einmal austreiben. Am besten wird der Wurzelballen schräg mit Richtung zu einer Rankhilfe eingesetzt, so dass der untere Teil des Haupttriebes mit Erde bedeckt wird und später zusätzliche Wurzeln bilden kann. Als Pflanzabstand rechnet man bei hohen Sorten 1-1,5 m. Kompakte Sorten wie Boulevard- und Terrassen-Waldreben werden meist nur bis 60 cm breit.

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Pflege

Im Frühjahr sollte man ausgepflanzten Waldreben einen ausgewogenen Dünger wie Gärtner Pötschkes Pflanzenfutter für den Ziergarten (Art. 270 306) zugeben. Bei Kübelpflanzen kann man während der Wachstumszeit dem Gießwasser wöchentlich einen Flüssigdünger wie Gärtner Pötschkes Pflanzenfutter flüssig (Art. 270 303) zusetzen. Wer es bequemer haben möchte, gibt  Erde im Frühjahr einen Langzeitdünger wie GPs Pflanzenfutter für Balkonblumen (Art. 270 305) in die Erde.

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Schnitt

  1. Wildarten wie z.B. Clematis alpina, C. macropetala oder C. montana werden i.d.R. gar nicht geschnitten. Nur tote und schwache Triebe werden sofort nach der Blüte entfernt. Sollte dennoch einmal ein Rückschnitt notwendig werden, um einem Vergreisen der Clematis vorzubeugen, wartet man die Blütezeit April/Mai ab und schneidet dann auf das gewünschte Maß im Juni zurück.
  2. Alle großblumigen, zweimal blühenden Sorten und Hybriden schneidet man im Winter (vor dem Austrieb, also im Dezember bis Februar) nur leicht zurück. Entfernt man die nach der ersten Blüte gebildeten Fruchtstände, fällt die Sommerblüte an den neuen Langtrieben üppiger aus. Um ein Verkahlen dieser Clematis vorzubeugen, empfiehlt sich alle 4 bis 5 Jahre ein starker Rückschnitt im Winter. Der Frühjahrsflor im Folgejahr fällt dann aber etwas geringer aus.
  3. Alle ausschließlich im Sommer blühenden Clematis-Hybriden und -Wildarten , wie C. viticella und C. Jackmanii, werden im Dezember bis Februar jährlich bis auf die stärksten Augenpaare zurückgeschnitten. Das kann in manchen Fällen bis auf eine Höhe von 30 cm über dem Erdboden sein.
  4. Boulevard-, Terrassen- und New World-Waldreben werden im zeitigen Frühjahr ebenfalls auf etwa 30 cm zurückgeschnitten.
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Winterschutz von Kübelpflanzen

Waldreben sind zwar winterhart, doch ist zu beachten, dass Kübelpflanzen durch gefrorenen Boden stärker belastet sind als ausgepflanzte Exemplare. Da bei Kübelpflanzen der Frost von allen Seiten angreifen kann, gefriert der Ballen wesentlich schneller. Außerdem reagieren die Wurzeln meist empfindlicher auf Minusgrade als die oberirdischen Sprosse. Um Frostschäden vorzubeugen, sollten winterharte Kübelpflanzen auf jeden Fall geschützt werden. Zum Beispiel kann man schon vor der Bepflanzung den Kübel von innen mit 1-2 cm dicken Styroporplatten isolieren. Während der Frostperiode empfehlen sich folgende Maßnahmen: Den Kübel in mehrere Lagen Noppenfolie oder Kokosfasermatte einwickeln. Oder ihn in einen größeren Behälter stellen und den Zwischenraum mit Laub, Stroh, Rindenmulch o.a. füllen. Zusätzlich kann man die Bodenoberfläche schützend abdecken, z.B. mit Tannenzweigen. An frostfreien Tagen sollte gegossen werden. Das Abzugsloch muss immer frei gehalten werden, damit keine Staunässe entsteht. Die Pflanzen sollten im Winter möglichst windgeschützt stehen.

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Besonderer Hinweis

Wenn Clematis plötzlich welken, liegt das häufig an einem zu hohen oder auch an einem zu geringen Wasserangebot. Bei sehr hohen Temperaturen ist die Verdunstungsrate entsprechend hoch. Da kann es leicht passieren, dass die Pflanzen mit dem Wassernachschub nicht nachkommen und sie plötzlich welken. Andererseits vertragen sie stauende Nässe im Wurzelbereich überhaupt nicht. Beim Gießen sollte man darauf achten, dass die Pflanze möglichst trocken bleibt.

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