Clematis, Boulevard-Clematis
Die Boulevard-Clematis gehört zu der Familie der Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae).
Wie viele andere Clematis aus meinem Sortiment stammen auch die Boulevard-Waldreben von dem bekannten Clematiszüchter Raymond Evison von der Kanalinsel Guernsey.
Eigenschaften
Die kompakten Pflanzen tragen sogar an der Basis Blüten und kahlen nicht auf. Sie blühen schon als Jungpflanzen reichlich. Nach der ersten Blüte setzen sie schnell wieder Blüten an und so reicht die Blütenpracht vom Frühjahr bis zum Herbst (V-IX). Boulevard-Clematis werden je nach Sorte 90-150 cm hoch und ca. 60 cm breit. Man kann auspflanzen oder auch sehr gut im Kübel auf Balkon und Terrasse halten.
Standort
Sonnig bis halbschattig, der Wurzelbereich sollte beschattet sein. Dies erreicht man durch die Vorpflanzung bzw. bei Kübelpflanzen Unterpflanzung mit flachen Stauden oder Sommerblumen. Alternativ kann man den Boden mit Kies abdecken. Clematis mögen einen durchlässigen, humosen und nicht zu sauren Boden (etwa pH 5,5 - 6,0). Für Topf- und Kübelpflanzen empfiehlt sich handelsübliche, gute Blumen- oder Kübelpflanzenerde.
Pflege/Schnitt
Beim Auspflanzen werden Clematis etwa eine Hand breit tiefer gepflanzt als sie im Topf stehen. Ein bis zwei Knospenpaare (ca. 7-10 cm) sollten mit in die Erde kommen. Einerseits ist der Wurzelballen so etwas frostgeschützter, andererseits können diese Augen, falls die Pflanze erkrankt oder beschädigt wird, später einmal austreiben.
Gärtner Pötschkes Pflanzenfutter für den Ziergarten (Art. 270 306) versorgt ausgepflanzte Clematis mit allen wichtigen Nährstoffen. Bei Kübelpflanzen kann man während der Wachstumszeit dem Gießwasser wöchentlich einen Flüssigdünger wie Gärtner Pötschkes Pflanzenfutter flüssig (Art. 270 303) zusetzen. Wer es bequemer haben möchte, gibt Erde im Frühjahr einen Langzeitdünger wie GPs Pflanzenfutter für Balkonblumen (Art. 270 305) in die Erde. Die Clematis werden im Frühjahr auf etwa 30 cm zurückgeschnitten.
Winterschutz von Kübelpflanzen
Die Pflanzen sind zwar winterhart, doch ist zu beachten, dass Kübelpflanzen durch gefrorenen Boden stärker belastet sind als ausgepflanzte Exemplare. Da bei Kübelpflanzen der Frost von allen Seiten angreifen kann, gefriert der Ballen wesentlich schneller. Außerdem reagieren die Wurzeln meist empfindlicher auf Minusgrade als die oberirdischen Sprosse. Um Frostschäden vorzubeugen, sollten winterharte Kübelpflanzen auf jeden Fall geschützt werden. Zum Beispiel kann man schon vor der Bepflanzung den Kübel von innen mit 1-2 cm dicken Styroporplatten isolieren. Während der Frostperiode empfehlen sich folgende Maßnahmen: Den Kübel in mehrere Lagen Noppenfolie oder Kokosfasermatte einwickeln. Oder ihn in einen größeren Behälter stellen und den Zwischenraum mit Laub, Stroh, Rindenmulch o.a. füllen. Zusätzlich kann man die Bodenoberfläche schützend abdecken, z.B. mit Tannenzweigen. An frostfreien Tagen sollte gegossen werden. Das Abzugsloch muss immer frei gehalten werden, damit keine Staunässe entsteht. Die Pflanzen sollten im Winter möglichst windgeschützt stehen.
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