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Blaue Zwergpalme

Die Blaue Zwergpalme gehört zu der Familie der Palmengewächse (Arecaceae, früher Palmae).

Herkunft

Die immergrüne Zwergpalme ist im südlichen Europa und Nord-Afrika zu Hause. Von der Art gibt es zahlreiche Varietäten, die sich in Blattform und -größe unterscheiden.

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Eigenschaftem

Das Besondere dieser Varietät sind die beidseitig blausilbrig gefärbten Wedel. Je sonniger der Standort ist, umso intensiver ist die Blaufärbung. Zudem überzeugt diese kleine Palme durch ihren mehrstämmigen, buschigen Wuchs. Da sie sehr langsam wächst, eignet sie sich sehr gut als dekorative Kübelpflanze. Da sie etwas frosthärter ist als die grünblättrige Form, kann sie mit Winterschutz auch ausgepflanzt werden. Im Kübel wird sie selten größer als 2 m. Ausgepflanzt kann sie im Alter 4-6 m hoch werden.

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Standort

Den Sommer über kann die Blaue Zwergpalme gut im Freien verbringen. Optimal ist ein möglichst heller, vor Dauerregen geschützter Standort. In freier Natur kommt sie an sonnigen, trockenen Plätzen vor und verträgt daher auch als Garten- oder Kübelpflanze längere Hitzeperioden und Trockenheit gut. Auch kurzzeitige, leichte Fröste bis ca. -10/-12 °C nimmt sie ohne Schaden hin. Boden und Kleinklima können allerdings die Winterhärte etwas verändern. Sie eignet sich auch für Wintergärten oder große, helle, mäßig temperierte Räume.

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Überwinterung

Bei einer Überwinterung im Haus sollte der Raum hell sein und Temperaturen von
+5 bis +10 °C aufweisen. Steht die Palme dunkler, braucht sie im Frühjahr eine Eingewöhnungszeit an einem halbschattigen Ort, um keine Verbrennungen an den Blattfächern zu riskieren. Im mäßig geheizten Räumen sollte man sie im Winter ab und an gießen. Für geheizte Wohnzimmer eignet sie sich weniger. Wenn es die Temperaturen zulassen, kann die Palme bereits Anfang April ins Freie gebracht werden und dann bis zum Herbst dort verbleiben, solange keine starken Nachtfröste angekündigt werden oder dauerhaft (d. h. auch tagsüber) Temperaturen unterhalb 0 °C zu erwarten sind.

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Auspflanzen/Winterschutz

Etwas Winterschutz hat die Palme bereits, wenn man sie vor einer wärmenden Mauer oder Hauswand auspflanzt. Der beste Zeitpunkt ist das Frühjahr. Die Wurzeln von jungen oder frisch ausgepflanzten Palmen verlaufen meist dicht unter der Erdoberfläche. Deshalb sollte man dafür sorgen, dass diese nicht erfrieren, z.B. durch eine Mulchschicht rund um den Stamm, z.B. aus Stroh. Damit durch Regen und tauenden Schnee die Isolierwirkung nicht beeinträchtigt wird, empfiehlt es sich, über diese Schicht Plastikfolie zu legen und diese mit einigen Steinen zu beschweren. Bei jungen Pflanzen empfiehlt sich außerdem, zusätzlich die oberirdischen Teile durch eine geeignete Ummantelung gegen zu starken Frost zu schützen, zum Beispiel mit mehreren Schichten Fichtenzweigen, Jutesäcken oder Wintervlies. Diese hat den Vorteil, dass sie sowohl wärmeisolierend als auch regenabweisend ist. Wichtig ist, dass nach unten eine ausreichende Lüftungsöffnung vorhanden ist, damit die Palme nicht schimmelt. Da die Schutzhülle Licht wegnimmt, sollte man sie wieder entfernen, sobald es die Witterung zulässt.

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Gießen und Düngen

Die Zwergpalme kommt mit relativ wenig Wasser aus. Auch über die Sommermonate sollte man den Wurzelballen nur mäßig feucht halten. Staunässe ist allerdings zu vermeiden, die verträgt die Palme nicht. Dann können die Wurzeln leicht faulen. Am besten gießt man einmal durchdringend und lässt die Erde vor dem erneuten Gießen abtrocknen. Bei Trockenheit reduziert die Palme die Verdunstung, indem sie die einzelnen Blattfächer zusammenfaltet Von März bis Oktober gibt man dem Gießwasser alle zwei Wochen einen Dünger zu, z.B. Gärtner Pötschkes Pflanzenfutter flüssig (Art. 270 303) oder Gabi Grünpflanzen-Dünger (Art. 270 308). Die Dosierungsanleitung sollte nicht überschritten werden, denn durch ein starkes Wachstum verliert die Palme oft ihren typischen Wuchscharakter. Wer es bequemer haben möchte, versorgt die Pflanze im Frühjahr mit Langzeitdünger (Art. 270 305). Im Winter wird nicht gedüngt. Auch sollte man in dieser Jahreszeit den Gießrhythmus aus Feuchtigkeit und Abtrocknen beibehalten, jedoch die Gießabstände erhöhen, da das Substrat vor allem bei kühlen Winterquartieren sehr langsam abtrocknet.

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Schnitt

Bei Palmen sollte niemals die Spitze gekappt werden, da hier der einzige Vegetationspunkt sitzt. Schneiden Sie braune Blätter möglichst erst dann ab, wenn diese ganz eingetrocknet sind und die Pflanzen somit alle Reservestoffe abgezogen haben. Es sollte stets ein Stück des Blattstiels stehen bleiben, damit die Stämme dick und gleichmäßig aussehen.

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Substrat

Zwergpalmen schätzen grobkörnige, z. B. mit Blähton, grobem Sand oder Kies durchmischte Erde, die zugleich Lehm und Humus enthält. Reiner Torf ist völlig ungeeignet, ebenso reine Humuserde, die sich in Kürze zersetzt und sackt. Verwenden Sie für Palmen möglichst hohe Töpfe, da Palmenwurzeln in die Tiefe streben und sich sonst rasch aus ihren Gefäßen "hochdrücken". Beim Auspflanzen im Garten im Pflanzbereich für ein kiesig-sandiges Humusgemisch sorgen.

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Schädlinge

Die Zwergpalme wird kaum von Schädlingen heimgesucht. Bei trockener Umgebungsluft können Spinnmilben auftreten. Auch sollte gelegentlich auf Woll- und Schildläuse geachtet werden. Spinnmilben an Zierpflanzen können durch Spritzungen mit z.B. Schädlingsfrei Neem (Art. 250 209), Lizetan Plus Zierpflanzenspray (für Innenräume; Art. 250 510) und Provado Garten Spray (Art. 250 629) bekämpft werden.  Die Sprays wirken auch gegen Woll- und Schildläuse ebenso wie  Schädlingsfrei Naturen (Art. 250 210), einem nützlingsschonenden Insektzid auf Rapsölbasis.

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