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Blaue Hersperidenpalme

Die Blaue Hesperidenpalme gehört zu der Familie der Palmengewächse (Arecaceae, früher Palmae).

Herkunft

Brahea armata stammt aus Mittelamerika und ist besonders in Mexiko weit verbreitet. In ihrer Heimat wird die Blaue Hesperidenpalme bis zu 15 m hoch.

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Eigenschaften

Die Palme kann je nach Standort und Klima ca. 8 m hoch werden. Im Kübel bleibt sie meist kleiner.
Die tiefgeschlitzten silbrigblauen Wedel sind das Markenzeichen dieser Fächerpalme. Die Wedel können bis zu 80 einzelne Blätter bilden. Die einzigartige Färbung beruht auf eine Schutzschicht aus Wachs gegen intensive Sonneneinstrahlung. Schon nach wenigen Jahren blüht die Hesperidenpalme gelb. Die Pflanze bildet einen Stamm. Brahea armata ist bis -10 °C winterhart. Die Palme eignet sich für Pflanzkübel und kann auch in milden Gegenden in den Garten ausgepflanzt werden, benötigt dann aber einen guten Winterschutz.

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Standort

Die Heperidenpalme schätzt einen sehr hellen, vollsonnigen Standort. Zu schattige Plätze schwächen die Pflanze, das Wachstum ist dann gering und die silbrig blaue Schicht bildet sich zurück. Wird die Palme in den Garten ausgepflanzt, sollte das Pflanzloch großzügig ausgehoben und mit einem kiesig-sandigen, humusreichen Erdgemisch aufgefüllt werden.

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Pflege

ür Hesperidenpalmen eignet sich am besten eine grobkörnige, z. B. mit Blähton, grobem Sand oder Kies durchmischte Erde, die zugleich Lehm und Humus enthält. Reiner Torf ist völlig ungeeignet, ebenso reine Humuserde, die sich in Kürze zersetzt und sackt. Verwenden Sie für Palmen möglichst hohe Töpfe, da Palmenwurzeln in die Tiefe streben und sich sonst rasch aus ihren Gefäßen "hochdrücken". Während der Wachstumsperiode gießt man die Palme mäßig, die Erde sollte vor der nächsten Wassergabe an der Oberfläche abtrocknen. In der Ruhephase im Winter wird nur so viel gegossen, dass die Erde nicht vollständig austrocknet. Staunässe verträgt die Palme nicht.
Von März bis Oktober gibt man dem Gießwasser alle 2-3 Wochen einen Dünger zu, z.B. Gabi Grünpflanzen-Dünger (Art. 270 308). Im Winter wird nicht gedüngt.
Bei Palmen sollte niemals die Spitze gekappt werden, da hier der einzige Vegetationspunkt sitzt. Schneiden Sie braune Blätter möglichst erst dann ab, wenn diese ganz eingetrocknet sind und die Pflanzen somit alle Reservestoffe abgezogen haben. Es sollte stets ein Stück des Blattstiels stehen bleiben, damit die Stämme dick und gleichmäßig aussehen.

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Winterschutz

Brahea armata ist bis ca. -10 °C frosthart. Ausgepflanzte Exemplare sollten durch eine dicke Mulchschicht aus Laub und Reisig geschützt werden. Bei jungen und damit zarten Pflanzen empfiehlt sich außerdem, zusätzlich die oberirdischen Teile durch eine geeignete Ummantelung gegen zu starken Frost zu schützen, zum Beispiel mit mehreren Schichten Fichtenzweigen, Jutesäcken oder Wintervlies (z.B. Bio-Gartenvlies, Art. 280 803). Diese hat den Vorteil, dass sie sowohl wärmeisolierend als auch regenabweisend ist. Wichtig ist, dass nach unten eine ausreichende Lüftungsöffnung vorhanden ist, damit die Palme nicht schimmelt.
Kübelpflanzen sind besonders zu schützen, da der Frost von allen Seiten angreifen kann, und der Ballen daher wesentlich schneller gefriert. Um Frostschäden vorzubeugen, kann man z.B. schon vor der Bepflanzung den Kübel von innen mit 1-2 cm dicken Styroporplatten isolieren.

Während der Frostperiode empfehlen sich folgende Maßnahmen: 

  • Den Kübel in mehrere Lagen Noppenfolie oder Kokosfasermatte einwickeln.
  • Oder ihn in einen größeren Behälter stellen und den Zwischenraum mit Laub, Stroh, Rindenmulch o.a. füllen.
  • Zusätzlich sollte die Bodenoberfläche etwa 10 cm mit Laub bedeckt sein oder mit Tannenzweigen o.ä. geschützt werden.
  • An frostfreien Tagen sollte gegossen werden.
  • Das Abzugsloch muss immer frei gehalten werden, damit keine Staunässe entsteht.
  • Die Pflanzen sollten möglichst windgeschützt stehen.

Man kann die Palme im Kübel auch hell und kühl drinnen überwintern.

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Krankheiten und Schädlinge

Wenn im Sommer das Substrat länger austrocknet oder auch im Winter bei trockener Heizungsluft können Schädlinge wie Spinnmilben, Schildläuse oder Wollläuse auftreten. Durch regelmäßiges Besprühen kann ein Schädlingsbefall verhindert werden. Systemisch wirkenden Insektizide, wie z.B. Lizetan als Combigranulat (Art. 250 234), als Combistäbchen (Art. 250 509) oder als Spray (Art. 250 510) erfassen auch versteckt sitzende Tiere.
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