Bayernfeige Violetta®
Pflanzen sind einzigartig! So verdient auch jede einzelne Pflanze, Sämerei und Blumenzwiebel unsere volle Aufmerksamkeit. Ob Küchenkraut, Rose, Staude, Obstgehölz, Wasser- oder Zimmerpflanze – sie alle benötigen eine individuelle Behandlung und Pflege. Als alter Gartenhase habe ich mir mit den Jahren einige nützliche Pflegetricks und Kniffe zugelegt. Mein Wissen und meine Erfahrung möchte ich hier gerne mit Ihnen teilen, damit auch Sie lange Freude an Ihren schönen Pflanzen und Ihrem Garten haben.
Die Bayernfeige Violetta® gehört zur Familie der Maulbeerbaumgewächse (Moraceae). Die Echte Feige ist vom Mittelmeerraum bis nach Nordwest-Afrika und Asien verbreitet.
EIgenschaft
Standort
Sonnig und warm, wenn möglich mit dem Schutz einer Mauer oder Hauswand. Feigen benötigen einen nährstoffreichen, lockeren Boden ohne Staunässe. Der Platzbedarf beträgt 2 - 3 m². Das Pflanzloch sollte mindestens 50 x 50cm im Durchmesser und 40 cm tief sein. Es ist vorteilhaft, die Erde mit verrottetem Kompost zu mischen. Der Wurzelballen sollte ca. 5 - 10 cm mit Erde bedeckt werden; dass schützt ihm vor dem Austrocknen und vor Kälte.
Kübelpflanze
Düngung
Jährlich im Frühling einen nicht zu stickstoffreichen, kaliumbetonten Dünger im Wurzelbereich breit verteilen, z.B. Gärtner Pötschkes Pflanzenfutter für Beerenobst (Art. 270 312) oder Gärtner Pötschkes Pflanzenfutter für Obstgehölze (Art. 270 313; in halber Konzentration). Kübelpflanzen können auch mit Flüssigdünger gedüngt werden. Hier empfiehlt sich GP's Pflanzenfutter flüssig (Art. 270 303).
Schnitt
Sollte ein Rückschnitt oder Formschnitt nötig werden, dann am Besten gleich nach der ersten Ernte mit gleichzeitiger Flüssigdüngung um noch einen kurzbuschigen Austrieb zu erreichen. Später die Triebspitzen nicht mehr kürzen, denn im letzten Drittel der jungen Triebe sind die Fruchtansätze für die nächste Sommerernte angelegt.
Ernte
Die Haupternte beginnt meistens Ende Juli-Anfang August. Auch nach der ersten Ernte entwickelt sich mit jedem Blatt eine neue Frucht. Die zweite Ernte erfolgt dann von Oktober bis November, je nach Klima. Es wird aber meist nur noch ein kleiner Teil der Früchte reif. Man sollte nur reife Früchte ernten. Sie werden gepflückt, wenn sie sich unter leichtem Fingerdruck vom Zweig lösen lassen. Nicht ausgereifte Früchte lässt man im Herbst am Feigenbaum hängen. Kleine Früchte (bis ca. daumengroß) reifen bei trockener, kalter Überwinterung im nächsten Jahr oft noch aus. Größere Früchte können aufgrund ihres höheren Wassergehaltes evtl. Frostschäden erleiden. Diese trennt man am besten im Frühjahr ab.
Winterschutz
Die Bayernfeige 'Violetta'® ist gut frosthart, wenn sie an einem günstigen Standort ausgepflanzt und mit Vlies oder Noppenfolie eingepackt worden ist. Dicht an eine Mauer oder Hauswand geschmiegt und vor kalten Winden geschützt, haben die Feigenbäume die besten Überlebenschancen. Vorteilhaft wäre auch eine dicke Mulchschicht (Laub, Stroh, Häcksel) über dem Wurzelbereich.
In Bayern empfiehlt der Züchter grundsätzlich ein Auspflanzen nur im Frühjahr und an einer Hauswand (ohne Abstand an Süd- oder Ostseite), als Spalier. Die Pflanze sollte mindestens dreijährig sein.
Kübelpflanzen werden an einem kühlen, hellen Standort überwintert. Eine dunkle Überwinterung ist aber auch möglich, da die Blätter im Winter abfallen. Temperaturen von +2°C bis +5°C wären ideal. Es kann auch mal kurz reinfrieren, sollte aber kein Dauerfrost in diesem Raum sein.
Gut ist ein spätes Einräumen der Pflanzen und ein frühes wieder ausräumen. Einem Vortreiben in Wohnräumen ist abzuraten, da dann ein großer Teil der Früchte für die Sommerernte abfällt.
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