Bambus
Allgemeine Informationen
Bambus findet man weltweit in den mehr oder weniger feuchtwarmen Breitengraden nördlich und südlich des Äquators. Unterschieden werden horstbildende Bambus wie z.B. Bambusa, Fargesia und ausläufertreibende Bambus, zu diesen gehören die meisten Gattungen. Außerdem gibt es auch Mischformen zwischen den beiden.
Standort
Bambus mag keine windigen Plätze. Daher geschützte, warme und je nach Art sonnige, halbschattige oder schattige Lagen suchen. Die spätere Größe und Ausdehnung beachten, siehe obige Rhizombildung. Um eine starke und unerwünschte Ausbreitung zu unterbinden, müssen ausläuferbildende Arten mit beständigem, aber biegsamem Material, das bis zu 80 cm tief reichen sollte, eingegrenzt werden.
Gießen und Düngen
Bambusse sind starkzehrende Pflanzen. Für sie hat sich ein langsam wirkender Volldünger mit hohem Stickstoffanteil als ideal erwiesen (z.B. Gärtner Pötschkes Pflanzenfutter für Balkonblumen, Art. 270 305, oder Rasen-Langzeitdünger, Art. 270 370). Die erste Düngerabgabe kann Ende März verabreicht werden. Spätestens Ende Juni muss mit der Düngung gestoppt werden, damit die Bambusse gut ausreifen können. Das erhöht die Widerstandsfähigkeit für den Winter. Der Wasserbedarf von Bambussen ist besonders in der wärmeren Jahreszeit sehr hoch. Staunässe hingegen wird nicht vertragen.
Schnitt
Ein regelmäßiger Schnitt ist nicht zwingend notwendig. Dennoch sollten abgestorbene Halme bodeneben herausgeschnitten werden. Ebenso wie alle 4 bis 5-jährigen Halme bei älteren Exemplaren, um Raum für attraktive Neutriebe zu schaffen. Bodendeckende Bambus-Arten können jährlich oder alle zwei Jahre vor dem Austrieb im Frühjahr zurückgeschnitten werden.
Vor dem Winter dürfen keine Halme abgeschnitten werden, da sonst Wurzelfäule durch Nässe und Frost drohen kann. Sollte der Bambus durch den Winter gelitten haben, bitte nicht sofort im Frühjahr die Halme zurückschneiden oder die braunen Blätter abzupfen! Erst einmal bis zum Mai einen eventuellen Neuaustrieb abwarten und bis dahin für ausreichend Feuchtigkeit sorgen. Erst dann gegebenenfalls die toten Triebe entfernen.
Winterschutz
In normalen Wintern erfrieren die angebotenen Bambus nicht. Durch längere Frostperioden aber vertrocknen sie rascher als andere immergrüne Pflanzen. Daher benötigt der Bambus im Herbst eine starke Mulchschicht aus Laub, Stroh oder ähnlichem.
An frostfreien Tagen sollte Bambus unbedingt gegossen werden. Schnee ist der beste Schutz - die Pflanzen nicht davon befreien, auch wenn die Halme davon völlig herabgedrückt werden, das schadet überhaupt nicht. Besonders wertvolle Exemplare sollten mit Reisig, Reetmatten oder durch ein Lattengerüst, das mit Vlies überzogen wird, gegen starke Sonneneinstrahlung geschützt werden.
Bambus im Kübel
Mit seiner eleganten Erscheinung bietet sich der Bambus als Kübelpflanze geradezu an. Er wird gerne als "mobiles Grün" auf Plätzen, Terrassen und Balkonen verwendet. Damit der Bambus auch gut gedeiht, müssen folgende Punkte beachtet werden:
Pflanzgefäße: Da viele Bambus-Arten relativ stark wachsen, sollte das Pflanzgefäß ausreichend groß sein. Absolutes Minimum für eine junge Pflanze sind 40 cm Durchmesser und Höhe, besser noch mehr. Verwendet werden nur frostharte Pflanzgefäße, z.B. spezielle Keramiktöpfe, Terracottatöpfe, Holztröge, aufgesägte Holzfässer usw. Am Topfboden muss unbedingt ein Abzugsloch für das überschüssige Wasser vorhanden sein.
Standort: Grundsätzlich bevorzugen Bambusse einen sonnigen bis leicht schattigen Standort. Allzu windige Plätze lieben sie nicht. Eine hohe Luftfeuchtigkeit im Sommer wie auch Winter ist der Entwicklung sehr förderlich, welche aber in der Praxis nicht leicht zu realisieren ist.
Substrat: Das Substrat sollte nicht zu leicht sein, da es dann schnell verschlämmt und verdichtet. Bewährt hat sich mit Lehm, Sand, Rindenmulch und Steinmehl verbesserter Torf. Auch Einheitserden eignen sich. Um Staunässe zu vermeiden, die Bambus überhaupt nicht verträgt, sollte auf den Boden des Gefäßes eine ca. 5 cm hohe Schicht Blähton, Perlite, Styroporkugeln o.ä. gegeben werden.
Pflege: Bambusse in Töpfen müssen je nach Wuchsstärke alle 2-4 Jahre im zeitigen Frühjahr umgetopft werden. So wie die Pflanze wächst, so muss auch der Topf mitwachsen. Eine Pflanze ist nur gesund und schön, wenn sie genügend Erde und Nährstoffe bekommt. Beim Umtopfen sollte der (verfilzte) Wurzelballen aufgerissen und lange Rhizome eingekürzt werden.
Abgesehen vom Umtopfen sollte das Entfernen von älteren Halmen nicht versäumt werden. Auch dünne und schwächliche Triebe sollten zugunsten der starken entfernt werden. Wer die zierenden Halme mehr zur Geltung kommen lassen möchte, kann ein Stück weit von unter herauf die Zweige abschneiden.
Bambusse sind stark zehrende Pflanzen. Ein langsam wirkender Volldünger mit einem hohen Stickstoffanteil hat sich als ideal erwiesen. Dass kann ein spezieller Bambusdünger, aber auch ein Rasenlangzeitdünger sein, z.B. Gärtner Pötschkes Pflanzenfutter für Balkonblumen, Art. 270 305, oder Rasen-Langzeitdünger, Art. 270 370. Die erste Düngergabe kann Ende März verabreicht werden. Spätestens Ende Juni muss mit der Düngung gestoppt werden, damit die Bambusse gut ausreifen können. Das erhöht die Widerstandsfähigkeit für den Winter. Flüssige Volldünger (z.B. Gärtner Pötschkes Pflanzenfutter flüssig, Art. 270 303) sollten zu Beginn in halber Konzentration verabreicht werden, da die Bambusblätter sonst schnell verbrennen können.
Der Wasserbedarf von Bambussen ist besonders in der wärmeren Jahreszeit sehr hoch. Staunässe vertragen sie allerdings nicht.
Winterschutz: Kübelpflanzen sind durch gefrorenen Boden stärker belastet als ausgepflanzte Exemplare. Da bei Kübelpflanzen der Frost von allen Seiten angreifen kann, gefriert der Ballen wesentlich schneller. Außerdem reagieren die Wurzeln meist empfindlicher auf Minusgrade als die oberirdischen Sprosse. Um Frostschäden vorzubeugen, sollten auch winterharte Kübelpflanzen geschützt werden. Zum Beispiel kann man schon vor der Bepflanzung den Kübel von innen mit
1-2 cm dicken Styroporplatten isolieren.
Während der Frostperiode empfehlen sich folgende Maßnahmen:
- Den Kübel in mehrere Lagen Noppenfolie oder Kokosfasermatte einwickeln.
- Oder ihn in einen größeren Behälter stellen und den Zwischenraum mit Laub, Stroh, Rindenmulch o.a. füllen.
- Den Kübel eventuell im Boden einsenken.
- Zusätzlich sollte die Bodenoberfläche etwa 10 cm mit Laub bedeckt sein oder mit Tannenzweigen o.ä. geschützt werden.
- Das Abzugsloch muss immer frei gehalten werden, damit keine Staunässe entsteht.
- Die Halme können etwas zusammengebunden werden und mit einem atmungsaktiven Vlies oder Tannenzweigen umhüllt werden. Achtung: Keine Plastikfolie verwenden!
- Bambusse brauchen, wie alle immergrünen Pflanzen, auch im Winter Wasser, da sie durch die Blätter auch während der kalten Jahreszeit Wasser verdunsten. Darum muss auch im Winter unbedingt gegossen werden, wenn auch in einem reduzierten Masse.
- Selbstverständlich ist auch ein Wintergarten ein idealer Überwinterungsort.
Bambussortiment für Kübel: Grundsätzlich eignen sich alle Bambusse auch als Kübelpflanze, wenn die jeweiligen Grundvoraussetzungen geschaffen werden können. Es gibt jedoch ein paar Arten und Sorten, welche mit den erschwerten Verhältnissen in Gefäßen besser zurecht kommen. Folgende Bambusse sind sehr gut geeignet: die meisten Fargesia-Arten und -Sorten, Phyllostachys aurea, Phyllostachys aureosulcata und Sorten, P. glauca, Phyllostachys nigra, Pleioblastus-Arten und -Sorten, Pseudosasa japonica, Quingzhuea tumidionoda oder Semiarundinaria fastuosa, S. yashadake 'Kimmei'.
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