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Amaryllis, Ritterstern

Die Amaryllis, Ritterstern gehört zu der Familie der Amaryllisgewächse (Amaryllidaceae). Amaryllis-Arten sind im tropischen Südamerika zu Hause.

Eigenschaften

Die Amaryllis ist schon eine besondere Pflanze, denn erst schiebt sich ein hoher Schaft aus der dicken Zwiebel, an dessen Ende sich riesige Blüten bilden, und erst später folgen die langen, schmalen Blätter. Während ihrer Blütezeit, im Winter und zeitigen Frühjahr, kann kaum eine andere Pflanze auf der Fensterbank mit ihr konkurrieren. Nach der Blütezeit stirbt die Pflanze allmählich ab, nur die Zwiebel überdauert die nächsten Monate. So überlebt die Amaryllis Zeiten völliger Trockenheit in ihrer Heimat, Mittel- und Südamerika.

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Standort

Möglichst hell aufstellen, aber nicht unbedingt in die pralle Mittagssonne. Während der Wachstumszeit bis zum Einziehen der Blätter braucht die Amaryllis Temperaturen von 20-22 °C. Wenn sie zur Weihnachtszeit wieder blühen soll, ist ab Oktober eine Kühlperiode von etwa 6 Wochen bei 13-16 °C notwendig. Sobald sich der Blütenschaft zeigt, wird die Pflanze wieder wärmer aufgestellt (20-22 °C). Die Amaryllis kann den Sommer über im Freien stehen, verträgt aber keinen Frost.

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Pflanzung und Pflege

Die Amarylliszwiebel sollte sofort nach Erhalt in gute Blumenerde eingepflanzt werden. Der Topf muss so groß sein, dass zwischen der Zwiebel und dem Topfrand daumenbreit Platz bleibt. Die Zwiebel wird nur so tief eingesetzt, dass etwa ein Drittel über der Erde verbleibt. Nach der Pflanzung (bei bereits getopften Zwiebeln nach Erhalt) wird die Amaryllis angegossen und warm aufgestellt (ca. 20-22 °C). Bis die Blütenschäfte etwa handbreit ausgetrieben sind, erhält sie keine weitere Wassergaben. Danach wird regelmäßig gegossen, doch darf niemals stauende Nässe entstehen. Sowie sich die ersten Blätter gebildet haben, düngt man einmal wöchentlich  (z.B. mit Gärtner Pötschkes Pflanzenfutter flüssig, Art. 270 303).
Der Blütenschaft wird abgeschnitten, sobald er verblüht ist. Jetzt muss die Zwiebel neue Energie tanken und bildet zur Photosynthese (d.h. zur Erzeugung von energiereichen Stoffen mit Hilfe von Licht) lange Blättern. Daher wird weiterhin gegossen und wöchentlich gedüngt. Wer die Amaryllis in diesem Zustand nicht so attraktiv findet, stellt sie einfach etwas in den Hintergrund.
Ab August wird die Düngung eingestellt und ab September nur noch wenig Wasser gegeben, um das Ausreifen der Zwiebel zu fördern. Ende September stellt man das Gießen ganz ein. Daraufhin verwelken langsam die Blätter. Die gelb gewordenen Blätter werden entfernt. Während der Kühlperiode wird nicht gegossen.
Den ausgetrockneten Pflanztopf samt Zwiebel oder alternativ die herausgenommene Zwiebel lagert man nun an einem dunklen, kühlen Ort, z.B. im Keller. Im Dezember pflanzt man die Zwiebel in frisches Substrat und das Spiel beginnt von vorne. Geeignet ist jedes wasserdurchlässige und lockere Substrat. Den Pflanztopf sollte man vor dem Befüllen mit Substrat einige Zentimeter hoch mit einer Drainageschicht aus Blähton, Kies, Tonscherben o.ä. versehen.

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